Butter-Stollen, Fettgebackenes und Gänsebraten gehören zur Weihnachtszeit. Doch führen diese kalorienlastigen Nahrungsmittel bei vielen Menschen zu einer Erhöhung der Blutfettwerte. In Deutschland haben mindestens 60 Prozent der Menschen erhöhte Cholesterinwerte. Wissenschaftliche Studien belegen, dass der Cholesterinspiegel sowohl geschlechts- als auch altersabhängig ist. Scheinbar korrelieren auch BMI und/oder Fettverteilungsmuster mit dem Cholesterinspiegel. Mit zunehmendem Alter nimmt der Cholesterinspiegel zu. Jüngere Frauen haben in der Regel einen niedrigeren Cholesterinspiegel als gleichaltrige Männer. Mit steigendem Alter gleicht sich dieser Unterschied jedoch aus, sodass Frauen in dieser Lebensphase durchschnittlich einen höheren Cholesterinspiegel als ihre männlichen Pendants haben. Ein Sonderfall ist die Zeit der Schwangerschaft, denn in dieser Phase ist bei Frauen der Cholesterinspiegel (deutlich) erhöht. Bei einer massiven Gewichtsreduktion oder auch beim Fasten (Nulldiät) kann der Cholesterinspiegel kurzfristig ansteigen. Aber neben der Höhe des Gesamtcholesterinspiegels spielt auch das Verhältnis von LDL zu HDL eine entscheidende Rolle. Nur wer neben dem Gesamtcholesterin auch seinen persönlichen HDL- und LDL-Spiegel kennt, kann sein Herz-Gefäß-Risiko adäquat einschätzen.

Während medizinische Selbsttests in den USA schon seit Jahren etabliert sind, werden sie nun auch in Deutschland sukzessive bekannter. Schwangerschaftstests sind heute in jeder Apotheke erhältlich. Seit einigen Monaten gibt es außerdem den Cholesterin-Selbsttest CholesterinCHECK von der Marburger NanoRepro AG. Medizinjournalist Sven-David Müller (SDM) hat den Leiter des Wissenschaftlichen Beirates der NanoRepro AG, Prof. Dr. Martin Hrabé de Angelis, zum Thema Cholesterin und Cholesterin-Selbsttests befragt.

SDM: Immer wieder hört man vom „Risikofaktor“ Cholesterin. Ist Cholesterin denn wirklich gefährlich für unsere Gesundheit?
Professor de Angelis: Wie in den meisten Fällen ist es auch bei Cholesterin so, dass es nur in Maßen gesund ist. Da unser Körper aber ohne das Blutfett nicht richtig funktionieren würde, sollte man es auch nicht als Gefahr pauschalisieren. Zudem müssen Sie immer zwischen Gesamtcholesterin und dem sogenannten guten” und schlechten” Cholesterin unterscheiden- nicht immer sind hohe Werte gleichzusetzen mit einer Bedrohung für unsere Gesundheit.

SDM: Wozu benötigt unser Körper Cholesterin?
Professor de Angelis: Cholesterin erfüllt im menschlichen Körper verschiedene Aufgaben und ist daher sehr wichtig. Beispielsweise setzt der Körper Cholesterin für die Produktion von Vitamin D (wichtig für den Knochenaufbau) ein. Ferner ist es Bestandteil der Zellmembran und dient als Transportmolekül.

SDM: Und was versteht man unter den Begriffen gutes” und schlechtes” Cholesterin?
Professor de Angelis: Soll der Cholesterinspiegel bestimmt werden, werden die drei wichtigen Parameter Gesamtcholesterin, HDL („gutes Cholesterin“) und LDL („schlechtes Cholesterin“) gemessen. Der Gesamtcholesterinwert ist zwar eine gute Ausgangsbasis, aber nicht aussagekräftig genug, um beispielsweise das Herz-Kreislauf-Risiko einschätzen zu können. Das gute HDL übernimmt die Aufgabe, Cholesterin weg von den Gefäßen und hin zur Leber zu transportieren, wo es dann abgebaut werden kann. Das schlechte Cholesterin hingegen füllt die Gefäße mit Cholesterin und sorgt so für ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. Ideal wäre also ein möglichst hoher HDL- und ein geringer LDL-Wert. „HDL rauf und LDL runter!“ lautet die Devise.

SDM: Wie viele Bundesbürger sind von zu hohen Cholesterinwerten betroffen?
Professor de Angelis: Bei mehr als 60 Prozent liegen die Werte des Gesamtcholesterins über 200 mg/dl. Schätzungsweise jeder dritte Deutsche hat einen deutlich erhöhten Cholesterinspiegel. Die meisten wissen das allerdings nicht. Ausgelöst wird ein zu hoher Cholesterinspiegel oftmals durch falsche Ernährung. Heute muss es meist schnell gehen, sodass wir häufig zu sehr fetthaltigem Essen greifen. Ernähren wir uns über längere Zeit sehr ungesund, füllen sich die Arterien mit Cholesterin und verengen. In der Folge kann es zu Arteriosklerose oder gar einem Herz-Infarkt kommen.

SDM: Also sollten wir alle unseren Cholesterinspiegel mehrmals im Jahr prüfen?
Professor de Angelis: Die regelmäßige Kontrolle des Cholesterins ist durchaus wichtig. Ihre persönlichen Werte können Sie beispielsweise mit einem Schnelltest wie CholesterinCHECK innerhalb weniger Minuten zu Hause ermitteln.

SDM: Worin sehen Sie die Vorteile eines solchen Tests?
Professor de Angelis: Die Testdurchführung beträgt maximal 10 Minuten. Sie haben somit die Ergebnisse schnell vorliegen. Durch das einfache Anwendungsprinzip kann jeder den Test bequem zuhause machen. Klarer Vorteil des Tests ist außerdem die gleichzeitige Bestimmung der Werte Gesamtcholesterin, HDL und LDL.

SDM: Wie oft sollte man den Cholesterinspiegel überprüfen?
Professor de Angelis: Das kommt auf die gesundheitliche Verfassung der jeweiligen Person und die Zusammenstellung weiterer Risikofaktoren an. Generell sollten alle Frauen ab 45 Jahren und Männer ab 35 Jahren Ihren Cholesterinspiegel prüfen. Menschen, die in die sogenannten Risikogruppen fallen, wie Raucher, Diabetiker, Übergewichtige oder Menschen mit hohem Blutdruck, sollten ihren Cholesterinspiegel bereits mit 20 Jahren kennen und prüfen. Sobald jemand weiß, dass seine Cholesterinwerte zu hoch sind, sollten die Ernährung und die Lebensumstände umgestellt werden. Gleiches gilt bei zu niedrigen Werten, denn auch sie können auf ernste Erkrankungen hinweisen. Dann empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle drei bis vier Mal pro Jahr. Hier ist natürlich ein Schnelltest wie CholesterinCHECK hilfreich- vor allem, wenn man prüfen möchte, inwieweit die Ernährungsumstellung und sportliche Aktivität und Bewegung bereits geholfen haben. Ein Arztbesuch ist dann für Anamnese und die richtige Behandlung wichtig.

SDM: Kann ich einen hohen Cholesterinspiegel bemerken?
Professor de Angelis: Erhöhte Cholesterinwerte bemerkt man meist erst dann, wenn es schon fast zu spät ist- beispielsweise im Rahmen einer Diagnose wie Arteriosklerose. Zu hohes Cholesterin löst keine Beschwerden wie Schmerzen oder Übelkeit aus. Das macht es umso gefährlicher und einen Selbsttest wie CholesterinCHECK umso sinnvoller.

Wer seinen Cholesterinspiegel optimieren möchte, sollte sein Ernährungsverhalten umstellen, mehr Bewegung in den Alltag bringen und regelmäßig Ausdauersport betreiben. Diese cholesterinbewusste Lebensweise ist in der Lage, das LDL zu senken und das HDL anzuheben. Damit sinkt das Herzinfarktrisiko entscheidend. Der Konsum von Hühnereiern erhöht den Cholesterinspiegel nicht. Das im Eidotter enthaltene Lecithin senkt sogar den Cholesterinspiegel. Die idealen Speisefette zur Senkung des LDL-Wertes sind Raps-, Lein- und Nussöl sowie Diätmargarine und Spezialmargarine mit Phytosterinen. Butter und Olivenöl sind im Rahmen der Ernährungstherapie von Fettstoffwechselstörungen ungeeignet, da sie zu viel gesättigte Fettsäuren und zu wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Das B-Vitamin Niacin ist in der Lage, das HDL deutlich zu erhöhen. Das LDL kann durch wasserlösliche Ballaststoffe (Pektin, Guar und Plantago ovata Samenschalen) gesenkt werden. Die Cholesterinwerte reagieren nicht rasch auf eine Therapie und daher sollte erst nach einigen Wochen der Effekt einer Ernährungstherapie überprüft werden. Wer seinen Cholesterin-Spiegel bequem zu Hause selbst messen möchte, kann dies beispielsweise mit dem CholesterinCHECK von der NanoRepro AG tun. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von innovativen Selbsttests spezialisiert. Der CholesterinCHECK ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Der CholesterinCHECK bestimmt das Gesamtcholesterin und das HDL. Mit diesen beiden Werten lässt sich auch das LDL berechnen. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden sich im Internet unter www.cholesterincheck.com.

Linktipps zum Thema Cholesterin:
www.lipid-liga.de
www.dkgd.de
www.dge.de

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